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Knorpeltransplantation
Eine neue Operationstechnik hilft jetzt Patienten mit Knorpelverletzungen im Kniegelenk: Die autologe Chondrozytentransplantation, bei der dem Patienten bei einer Arthroskopie eine kleine Menge eigenen Knorpels aus einer unbelasteten Zone entnommen, unter Laborbedingungen angezüchtet und vermehrt und in einem 2. Eingriff wieder in den Defekt eingesetzt wird.
Knorpelverletzungen sind häufig die Folge von Sportunfällen und können heute dank der Kernspintomografie frühzeitig diagnostiziert und in ihrem Ausmaß erfasst werden. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, herausgebrochenen Gelenkknorpel nachzubilden. Bisherige Verfahren, welche für sich in Anspruch nehmen, die Knorpelregeneration “anzuregen”, sind nachgewiesenermaßen nicht in der Lage, hochwertigen Gelenkknorpel zu bilden. Die Knorpelzelltransplantation nimmt einen neuen Stellenwert in der Behandlung von Knieknorpeldefekten ein. Die Methode ist für jüngere Patienten mit isolierten Knorpeldefekten bis zu 10 cm2 geeignet. Nach 3 Monaten darf voll belastet werden und schon nach 6 Monaten sind leichte Sportarten wie Radfahren und Schwimmen wieder möglich. Stark belastende Aktivitäten wie Tennis, Squash und Skifahren dürfen nach etwa einem Jahr wieder aufgenommen werden.
Jedes Knorpel-Transplantat wird individuell für den Patienten, nach eingehender Untersuchung des Knorpeldefektes und entsprechend seinen Bedürfnissen hergestellt, damit der Defekt optimal repariert und aufgefüllt werden kann.
Die Transplantation der körpereigenen Zellen erfolgt in einer Gelmatrix (Fa. Arthro Kinetics AG), nach der modernsten Methode, die zur Zeit angeboten wird. Die CaReS® Methode unterscheidet sich von herkömmlichen Verfahren darin, dass die Knorpelzellen in eine Matrix eingegossen werden. Das so gewonnene Transplantat ist viel besser zu verarbeiten und leichter zu implantieren als bisheriger Methoden. In den Knorpeldefekt des Patienten kann das gezüchtete Transplantat haargenau eingepasst werden, es wird mit einem Spezialkleber sicher fixiert.
Sie können einen ausführlichen Artikel aus Zeitschrift “Orthopress” hier downloaden. Eine umfangreiche wissenschaftliche Abhandlung zum Thema aus derm “Deutschen Ärzteblatt” finden Sie hier.
Im Orthopädischen Fachzentrum sind alle notwendigen Untersuchungen und Operationen möglich.