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Minimalinvasive Plattfußchirurgie durch Arthrorise

27.Januar, 2011 von Dr. Axel Schroth

Neues Implantat zur Korrektur des flexiblen Knick-Senkfußes wird deutschlandweit erstmals im OFZ operativ eingesetzt.

Zur Korrektur des Plattfußes (Knick-Senkfuß) stehen bei Versagen der nichtoperativen Maßnahmen mit Einlagenversorgung und Krankengymnastik verschiedene Operationen zur Verfügung. Diese reichen vom Einsetzen spezieller Dübeln und Schrauben über Sehnenenoperationen sowie Knochenverschiebungen (Osteotomien) bis zu Gelenkversteifungen an der Fußwurzel.

Bei der Behandlung von Kindern und Heranwachsenden mit noch mobilen, weichen Strukturen hat sich das minimalinvasive Verfahren der Arthrorise etabliert. Dabei wird über sehr kleine Schnitte, ohne Eingriffe an  den Sehnen, Knochen oder Gelenken die Fehlstellung korrigiert.

Dazu werden u.a. sog. Sinus tarsi Implantate verwandt. Diese führen zu einer korrekten Einstellung der Fußwurzel (Sprungbein und Fersenbein) und damit zur Aufrichtung der Fußlängswölbung. Die Implantate liegen aus verschieden Materialien vor, wie Titan, Stahl und Kunststoffen. Der große Vorteil dieses OP-Verfahrens liegt in seiner Minimalinvasivität mit kurzer OP-Zeit und kurzer Rehabilitation bei voll erhaltener Reversibilität. Sollte es Probleme mit dem Implantat geben, kann dieses jederzeit problemlos wieder entfernt werden. Der Fuß steht danach ähnlich wie vor der Operation und es können ggf. andere Operationen durchgeführt werden.

Das neueste Implantat wurde in den USA von der Firma GraMedica entwickelt. Durch das einzigartige Design des HyProCure – Stents ist die Positionierung im Fuß eindeutig definiert und es verankert sich äußerst stabil, so dass Fehllagen extrem selten sind. Dadurch ist die Erfolgsquote der Operation sehr hoch (>90%). Dieses Implantat wird sowohl bei Kindern als auch bei Heranwachsenden sowie Erwachsenen eingesetzt. Dr. Schroth ist der erste zertifizierte HyProCure – Anwender in Deutschland und hat das Implantat bereits mehrfach mit großen Erfolg eingesetzt.

Unfälle und Verletzungen beim Skifahren

15.Januar, 2011 von Dr. Klaus Bachfischer

Skifahren ist gerade hier in Bayern eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen. Dazu kommen Winterurlauber aus den unterschiedlichsten Ländern. Doch Skifahren ist – wie viele andere Sportarten auch – mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden. Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren zeichnen der Deutsche Skiverband und die Stiftung Sicherheit im Skisport Skiunfälle auf. Diese kontinuierlich erhobenen Daten ermöglichen nicht nur eine differenzierte Analyse der Unfall- und Verletzungsursachen, sondern helfen uns auch dabei, präventiv geeignete Massnahmen zu empfehlen, damit es im Idealfall gar nicht erst zu Verletzungen kommt. In der Saison 2009/2010 verletzten sich gut 55.000 Skifahrer auf der Piste so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Eine stationäre Aufnahme war bei etwa 8.500 verletzten Skifahrern notwendig. Dabei ist die Zahl seit Beginn der Erhebungen deutlich rückläufig. Die folgende Abbildung zeigt neben den verletzten Körperregionen für alle Skifahrer auch die Einzelwerte für beide Geschlechter in der Saison 2009/2010. Am häufigsten verletzt: Das Kniegelenk! Auffällig ist, dass der Anteil der Knieverletzungen bei den Frauen mit 42,6% deutlich größer ist als bei den Männern, bei denen diese etwa ein Viertel der Verletzungen ausmachen. Dieser Unterschied zwischen den Geschlechtern kann auch bei anderen Sportarten, v.a. bei Ballsportarten, beobachtet werden. Der Anteil der Kopfverletzungen lag bei insgesamt 8,8% – 2% weniger als ein Jahr zuvor. Was sicherlich auf die zunehmende Helmtragequote zurückzuführen ist.

Hier die Zahlen im einzelnen:

Quelle: ARAG ASU Auswertungsstelle für Skiunfälle in Kooperation mit der Stiftung Sicherheit im Skisport

Insgesamt haben die Skifahrer mehr Risikobewusstsein entwickelt. Kollisionen mit anderen Skifahrern kommen relativ selten vor. Auch bei der Ausrüstung (Ski, Bindung, Skischuh und v.a. Helm!) wurden sehr gute Fortschritte in punkto Sicherheit erzielt. Die häufigste Verletzungsursache ist nach wie vor der Sturz während der Fahrt ohne Fremdeinwirkung. Die Vermeidung eines Sturzes ist somit eine wesentliche Voraussetzung, den Skiwinter verletzungsfrei zu überstehen. Und hier ist der Einzelne selbst gefordert:  Durch eine gute konditionelle und technische Vorbereitung (Skigymnastik, Kräftigung der Beinmuskulatur etc.) sowie eine dem eigenen Können angepasste Fahrweise können Skisportler ihr Verletzungsrisiko selbst minimieren.

Also: Passen Sie Geschwindigkeit und Fahrstil Ihrem Können an! Machen Sie Pausen, wenn Sie erste Ermüdungszeichen wahrnehmen. Es ist bekannt, dass sich ein Großteil aller Pistenunfälle in den Nachmittagsstunden und während der berühmten ‘letzten Abfahrt’ ereignet. Und noch wichtiger: Kein Alkohol beim Einkehrschwung! Dann können Sie auch weiterhin unfallfrei Ihre Abfahrten geniessen.

Medizinische Gedanken in der Skischuh Technik von Dr. Vogt

28.November, 2010 von Dr. Wolfgang Vogt

Ich beobachte mit Freude die aktuelle Entwicklung im Jugend Rennsport im Bereich des Skigau Werdenfels hinsichtlich Veränderungen am Skischuh. Es besteht die Tendenz die Skischuhe wesentlich weicher zu gestalten, um mehr Beweglichkeit im Sprunggelenk zu ermöglichen.

Zunehmend wird die Notwendigkeit der Beweglichkeit im Sprunggelenk nach vorne und insbesondere auch nach hinten von den Trainern erkannt und für die Nachwuchsfahrer gefordert. Glücklicherweise gibt es Spezialisten wie den Orthopädischen Schuhmacher, Stefan Riedl, von Boot Performance in Garmisch Partenkirchen, der gewillt ist, diese modernen medizinischen aber auch Leistungssport orientierten Aspekte umzusetzen.

Aus meiner Orthopädischer – und Sportärztlicher Sicht ist eine Beweglichkeit im Bereich des Sprunggelenkes nach vorne wie auch nach hinten absolut erforderlich, vor allem auch um das Verletzungsrisiko für das Kniegelenk zu reduzieren. Die Kräfteübertragung in der modernen Skitechnik  auf die Kante erfolgt nicht mehr durch eine Vor – Rück Bewegung, sondern im wesentlichen durch die seitliche Kraftübertragung in der Kurvenlage. Andererseits  ist eine maximale Steifigkeit seitlich zur optimalen Kräfteübertragung auf den Ski bzw. auf die Kante, wie es die Carving Technik verlangt, notwendig.

Die Skischuhe sind heute auf annähernd identischem Entwicklungsstand wie vor ca. 20 – 30 Jahren. Die Carving Ski mit der entsprechend angepassten Carving Technik haben aber den Skilauf fundamental verändert.  Eine Anpassung des Skischuhs an diese veränderten Voraussetzungen ist meines Erachtens im Hinblick auf  eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit, auf eine Reduktion des Verletzungsrisikos und nicht zuletzt auf eine Verbesserung des Tragekomforts dringend erforderlich.

Lesen Sie mehr dazu in den beiliegenden PDF Artikeln zum download. Knieverletzungen im Skisport (veröffentlicht in Snow Sport, Schweiz)

Dr. Bachfischer Referent bei Fachtagung über moderne Knieendoprothetik

24.November, 2010 von Dr. Klaus Bachfischer

Vergangene Woche fand in Hamburg eine sehr interessante Fachtagung zum Thema Knieendoprothetik statt. Die wissenschaftliche Leitung oblag Prof. Dr. med. Henning Windhagen und Prof. Dr. med. Christina Stukenborg-Colsman, beide von der Medizinischen Hochschule Hannover. Fachvorträge, Diskussionen und v.a. ein intensiver Erfahrungsaustausch unter spezialisierten Fachkollegen standen im Vordergrund. Gerne nahm ich daher die persönliche Einladung an, in diesem Rahmen über den Einsatz verschiedener Implantate zu sprechen. Fallvorstellungen rundeten das Programm ab. Insgesamt  eine sehr interessante und lehrreiche Tagung, die mich in meiner OP-Vorgehensweise und Behandlungsart meiner Patienten bestätigte.

Einsatz für Deutschen Skiverband – Dr. Vogt in St. Moritz und Chamonix

15.Oktober, 2010 von Dr. Wolfgang Vogt

Sportlerbetreuung, und insbesondere die Betreuung der Sportler  des Deutschen Skiverbandes ist mir immer ein wichtiges Anliegen in meiner Aufgabe als Arzt gewesen. Seit gut 10 Jahren  bin ich im Team des Deutschen Skiverbandes als Mannschaftsarzt im Einsatz, mal bei den “Großen” im Weltcup, mal bei den Nachwuchsfahrern im Europacup. Die letzte größere Aufgabe war vor 2 Jahren bei der WM in Val d’Isere der Sturz von Maria Riesch im Abfahrtstraining. Glücklicherweise erlitt sie nur “harmlose” Prellungen und konnte schliesslich noch die Goldmedallie im Slalom gewinnen.

Auf der Mannschaftsärztebesprechung DSV Alpin vergangenen Freitag, den 8. Oktober wurden die Ärzte-Einsätze für diesen Winter verteilt. Zwei mal werde ich im Einsatz sein und zwar:
1x Betreuung Nachwuchs Damen, Europacup St Moritz, 12.-16. Dezember
1x Betreuung Weltcup Herren, Chamonix vom 26.-30. Januar.
In Chamonix finden also die wichtigen letzten Rennen vor der Ski WM hier bei  uns in Garmisch Partenkirchen, wo ein Ärzteteam der Bergwacht für die Versorgung disponiert ist.
Natürlich wünsche ich dem gesamten DSV Team einen erfolgreichen und vorallem gesunden Start in diesen Winter und die WM Saison!

Ich freue mich auf diese Betreuung der Mannschaft besonders in diesen Orten, denn durch meine frühere ärztliche Tätigkeit in der Klinik Gut in St. Moritz und dem Krankenhaus Chamonix Mont-Blanc kenne ich die dortigen Strukturen, Berge, Pisten und Begebenheiten der Versorgung im Notfall sehr gut. Das kann im Ernstfall von großem Vorteil sein! Hoffen wir, daß ich nur als Begleiter und Helfer gebraucht werde, und nicht als Arzt.

Fußball & Co. mit Knieprothese?

15.Oktober, 2010 von Dr. Klaus Bachfischer

Welche Sportarten mit einer Knieendoprothese ausgeübt werden dürfen, dazu gibt es in Deutschland klare Richtlinien. Diese Richtlinien für gelenkschonendes Sporttreiben besagen: Vermieden werden sollten v.a. stark prellende und abrupt drehende Belastungen. Auch maximale Bewegungsendstellungen des operierten Gelenkes sind wegen Luxations- und Überdehnungsgefahr nicht zu empfehlen.

Kürzlich wurde nun beim Jahreskongress der American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS) eine Studie vorgestellt, die besagt, dass Patienten mit Knieendoprothese womöglich doch gelenkbelastende Sportarten wie Fußball, Aerobic oder Basketball ausüben können. Eine Aussage, die auch die durchführenden Ärzte überraschte. Diese verglichen Patienten mit primärer Knie-TEP im Alter zwischen 18 und 91 Jahren, die sich streng an die bisherigen Empfehlungen hielten, mit Personen, die dies nicht taten. Die Vergleichsgruppe führte schwere körperliche Arbeiten aus bzw. übte nicht empfohlene Sportarten aus. Das erstaunliche Ergebnis: Sieben Jahre später gab es keine radiologischen Unterschiede. Die Kniefunktionsscores fielen in der ‘Hochrisiko’-Sportgruppe sogar signifikant besser aus. Insgesamt war das Risiko des Implantatsversagens 1,1 Mal größer.

Kann man nun also getrost wieder Fußball spielen? Nicht ganz. Die Kollegen warnen selbst vor voreiligen Schlüssen, da noch keine Langzeitergebnisse vorliegen! Und raten dazu, bestehende konservative Empfehlungen zu beachten.

Eines aber zeigt die Studie: Implantate können heutzutage selbst starke Belastungen, wie sie sich z.B. beim Fußballspielen ergeben, aushalten. Was heißt das nun für den Patienten? Welche Sportarten sind mit Knieprothese besonders geeignet? All jene Sportarten, die man vorher von den Bewegungsabläufen her bereits korrekt und häufig durchgeführt hat, sollten auch danach wieder möglich sein. Also: Wer vor der Knie- oder Hüftoperation ein ordentlicher Skifahrer war, kann auch anschliessend wieder genüsslich Skifahren. Auch Tennisspielen auf gut rutschendem Sandboden sollte im Doppel auf jeden Fall wieder problemlos möglich sein. Schwimmen, Walken oder Radfahren sind natürlich ideal.

Schnell wieder fit mit künstlichem Gelenk

08.Oktober, 2010 von Dr. Klaus Bachfischer

Viele Menschen, die kurz vor einer Ersatzoperation des Knie- oder Hüftgelenkes stehen, schauen mit Sorge auf die Zeit nach der Operation. Wie schnell ist man wieder fit für den Alltag? Welche Einschränkungen bestehen? Wie sieht es mit sportlicher Betätigung aus? Sicherlich ist der Heilungsprozess für jeden Patienten individuell verschieden. Grundsätzlich aber lässt sich sagen, dass Gelenkersatz-Operationen mit zu den erfolgreichsten chirurgischen Eingriffen zählen und die meisten Patienten relativ schnell wieder in einen aktiven Alltag zurückfinden. Worauf sollte man in der ersten Zeit nach der OP achten?

Entscheidend: Patienten können neben der Inanspruchnahme einer klassischen Rehabilitation entscheidend selbst zu ihrer Genesung beitragen! So können schon vor dem Eingriff einige Vorkehrungen zuhause getroffen werden, indem man z.B. mögliche Stolperfallen wie lose Fussmatten oder rutschige Läufer aus der Wohnung entfernt. Auch ein Duschhocker verringert die Gefahr eines Sturzes und macht unanbhängiger von der Hilfe anderer. Die gewohnte Beweglichkeit des Gelenks wird erst nach und nach wieder aufgebaut – gerade bei älteren Patienten kann daher auch ein Gehstock in der ersten Zeit hilfreich sein. Niedrige Stühle und andere Sitzgelegenheiten lassen sich durch Kissen erhöhen. Für die Toilette gibt es z.B. spezielle Sitze, die das Hinsetzen und Aufstehen erleichtern. Dagegen sollte auf extreme Positionen wie Hocken oder Knien für mindestens sechs Monate verzichtet werden. Auch ein Aufstehen aus einem tiefen, weichen Sessel sollte bspw. nach einer Knie-OP vermieden werden.

Auch Sport ist mit einem künstlichen Gelenk nach einer gewissen Schonphase möglich und empfehlenswert: Gerade gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern, halten fit und helfen, die Muskulatur zu kräftigen.


Wandern im Herbst: Empfehlenswert nach Gelenkersatz-Operationen

1. Weilheimer Gesundheitstag: Dr. Vogt informiert Patienten über Schulterarthrose – Dr. Schroth thematisiert “Wenn die Füße schmerzen”

02.Oktober, 2010 von Dr. Wolfgang Vogt

Der “Arbeitskreis Gesundheit” hat zusammen mit der AOK als Gesundheitspartner am 2. Oktober 2010 den “1. Weilheimer Gesundheitstag”  ins Leben gerufen, für Menschen denen das Thema Gesundheit am Herzen liegt. Den ganzen Tag über finden- erstmals für patienten –  Vorträge von Fachärzten und Experten zu einer Vielfalt von Themen statt, die von Altersvorsorge über Diabetes bis hin zur Orthopädie reichen.

Da darf das OFZ Weilheim mit dem Partner Kurtze Sanitätshaus nicht fehlen. Dr. Schroth beginnt mit seinem Vortrag “Wenn die Füße schmerzen” um 14.30 Uhr. Auch ich werde als Schulterspezialist für Sie um 15.30 Uhr wichtige Informationen zum Thema Schulter, Schulterarthrose und Schulterendoprothetik präsentieren, über Neuerungen  aufklären und für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Der Eintrittspreis von Euro 3  geht zudem mit einen Beitrag von 0,50 Cent als Spende an die Weilheimer Tafel.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Präsentation hier für Sie zum Nachlesen als Download:
Hier das PDF des Vortrags downloaden (8,5MB)