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Dr. med. Karl Wolfgang Flock

Facharzt für Orthopädie, Sportmediziner und Kniespezialist am Orthopädischen Fachzentrum Weilheim /Garmisch-Partenkirchen/Starnberg (OFZ)

Auf dem Gipfel des Mount Everest
Als erster bayerischer Bergsteiger die Seven Summits bezwungen


Dr. med. Karl Wolfgang Flock, geboren am 31.10.1953 in Weilheim in Oberbayern, ist einer der fünf leitenden Orthopäden am Orthopädischen Fachzentrum (OFZ) Weilheim. Er gründete das OFZ im Dezember 2003 gemeinsam mit drei orthopädischen und zwei anästhesiologischen Kollegen.

Von der Gemeinschaftspraxis zum Orthopädischen Fachzentrum. 1992 ließ sich Flock als Orthopäde nieder. Mit einem Kollegen gründete er eine Gemeinschaftspraxis in Weilheim, zu der ein ambulantes OP-Zentrum und Belegbetten im ortsansässigen Krankenhaus gehörten. Dort setzte er seine Idee vom ambulanten Operieren und von einer orthopädischen Rundumversorgung in die Tat um. Seit 2001 verstärken zwei weitere Spezialisten das Ärzteteam, mit denen zusammen bald die Idee entstand, die Praxis zu einem Orthopädischen Fachzentrum zu erweitern. Das Ziel: Die Patienten sollten umfassende Leistungen, kurze Wege und bestmögliche Versorgungsstrukturen „unter einem Dach“ erhalten.

Klinikjahre und sportmedizinische Zusatzqualifikationen. Von 1984-1992 war Flock in der Orthopädischen Klinik am Universitätsklinikum der Technischen Universität München (Leitung Prof. Dr. E. Hipp) – dem Klinikum „Rechts der Isar“ tätig (Facharztausbildung, anschließend Oberarzt für Orthopädie).

Während dieser Zeit beschäftigte er sich vor allem mit neuen Heilmethoden bei Knieverletzungen. Einer seiner  Forschungsschwerpunkte war die Weiterentwicklung von minimal-invasiven Verfahren zur Therapie von Meniskusverletzungen (arthroskopische Meniskusresektionsverfahren). Als Fachmann auf diesem Gebiet betreute er dabei auch die internationalen Arthroskopie- und Bandkurse für Mediziner sowie weitere orthopädische Kongresse der TU München. 1988 ging Flock für ein Jahr als Austauscharzt in die Unfallchirurgie des Unfallkrankenhauses Linz. 1992 erhielt Flock die  Zusatzbezeichnungen für Sportmedizin und Chirotherapie.

Medizinstudium und Auslandsaufenthalt. Sein Medizinstudium absolvierte Flock von 1978 – 1984 in München. Im Anschluss daran verbrachte er sein praktisches Jahr am Groote-Schuur-Hospital in Kapstadt/Südafrika. Seine Promotion, die er im Jahr 1984 abschloss, schrieb er zum Thema „Unfälle und Erkrankungen bei Polarexpeditionen“.

Abitur und Betriebswirtschaftstudium. Nach dem Abitur entschied sich Flock zunächst für das Studium der Betriebswirtschaftslehre, das er von 1973–1979 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und an der Ludwig-Maximilians-Universität München absolvierte und 1979 als Diplom-Kaufmann abschloss.

Ein erfolgreiche Kombination fürs Leben: medizinisches Wissen und sportliche Leidenschaft. Sein medizinisches Know-how verband der Vater von drei Kindern schon früh mit seiner sportlichen Qualifikation als staatlich geprüfter Skilehrer und Leiter eines überregionalen Skischulverbundes. Als Mannschaftsarzt betreute er die deutsche Skidamen-Nationalmannschaft (1988 bis 1995) und die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft (1985 bis 1988).

Familie Flock – ein starkes Team. Karl Flock ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Ein starkes Team, das ihn bei seinen zahlreichen beruflichen und sportlichen Aktivitäten unterstützt – und ihm Kraft und Rückhalt gibt. Vor allem, als es um seinen Lebenstraum ging: Das Bezwingen der höchsten Gipfel der sieben Kontinente.

Karl Flock und die Seven Summits Die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente Europa, Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Australien/Ozeanien und Antarktis werden als die „Seven Summits“ bezeichnet.

Neben dem Mount Vinson bezwang Flock in den vergangenen Jahren mehrere andere „6000-er“: Nach dem Kilimandscharo (5896 m) im Jahr 1995, bestieg er im Dezember 2004 den Aconcagua (6959 m), den höchsten Berg Lateinamerikas an der Grenze von Argentinien nach Chile. 2005 führte Flock gleich zwei Expeditionen erfolgreich durch: Im Mai eine hochalpine Skitour auf den höchsten Gipfel in Europa (Elbrus im Kaukasus, 5642 m), im Juli gelang ihm die Besteigung der Carstensz-Pyramide (5130 m) auf Neuguinea (Australien/Ozeanien). Im Mai 2006 erreichte er den Gipfel des Mount Everest, mit 8850 Metern der höchste Berg der Welt.

Der Mount Mckinley in Alaska gilt wegen seiner Höhe von 6194 Metern und der subpolaren Lage auch als der kälteste Berg der Welt. Unter erfahrenen Bergsteigern wird er deshalb auch respektvoll der „eiskalte Riese“ genannt. Auf Grund der extremen Wetterverhältnisse musste das Team um Dr. Karl Flock die am 19. Juni 2007 gestartete Expedition am 9. Juli umgehend abbrechen. Am 13. Mai dieses Jahres startete der Extrembergsteiger eine zweite Expedition zum Mount McKinley – und war endlich erfolgreich. Am 30. Mai 2008, um 14.45 Uhr, erreichte er den Gipfel des „eiskalten Riesen“ – sein Lebenstraum, das Besteigen der Seven Summits, ist damit erfüllt.

Die Seven Summits haben derzeit weltweit nur 108 Menschen bestiegen, darunter wenige Deutsche. Mit Bezwingen des Mount McKinley kann sich der Weilheimer Orthopäde zum exklusiven Kreis der Bergsteiger zählen, die das geschafft haben. Noch dazu als erster Bayer.

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